Berufsschuhe

Kategorie : Schuhe

Sie sind ein Wunderwerk aus vielen Gelenken, Muskeln und Sehnen. Und sie tragen uns durchs Leben und sind dennoch wenig beachtet: Unsere Füße, die gerade beim schwer arbeitenden Menschen enormen Belastungen und auch Gefahren ausgesetzt sind.
Das Tragen zertifizierter Berufsschuhe ist daher nicht nur eine versicherungs- und arbeitsrechtliche Angelegenheit. Mit einem Sicherheitsschuh der Klasse S5 können Sie zum Beispiel mit voller Wucht auf einen Nagel treten, der mit seiner Spitze aus einer Latte ragt. Der Nagel wird nicht durch die Sohle in den Fuß eindringen. Schnell ist es auch auf Baustellen passiert, dass schwere Gegenstände auf die Füße fallen. Eine Zehenkappe aus Stahl verhindert Quetschungen und Knochenbrüche der Zehen und auch des Mittelfußes.

Wie nicht anders zu erwarten hat der Gesetzgeber besondere Vorschriften erlassen, welcher Schuh an welchem Arbeitsplatz getragen werden muss. Die Deutsche Industrienorm ist mit der Europäischen Norm zusammengeführt und bildet ein System von 3 Grundkategorien, ausgehend von der Belastungsstufe. Besondere Bedingungen des Arbeitsplatzes bestimmen den Typ des Berufsschuhs, den der Arbeitgeber seinen Mitarbeitern zur Verfügung stellen muss. Die Einzelheiten können der Tabelle entnommen werden, in der die Klassen für Berufsschuhe („S1-5“, P1-5“, „01-05“) nach DIN-EN-ISO-Nummern verzeichnet sind.
Ein Berufsschuh muss dem Fuß auch Halt geben. Das Fußbett sollte daher eine Hohlform der Fußsohle bilden. Besonders der Mittelfuß mit seinem „Gewölbe“ muss gestützt werden. Ein so geformtes Fußbett beugt Deformationen („Senkfuß“) vor. Ein klimaregulierendes Innenfutter schont die Haut, Einziehsocken federn den Fuß zusätzlich ab und elastische Geleinlagen sorgen für eine gleichmäßige Verteilung der Druckbelastung.

Ein guter und zertifizierter Berufsschuh ist wichtig und kann doch eins nicht überflüssig machen: Die Fußpflege. Ein Fußbad ist nach getaner Arbeit wohltuend und erholsam. Jeder wird für seinen Fuß- und Hauttyp etwas Passendes finden. Sei es eine durchblutungsfördernde Rosmarin-Zubereitung oder ein heilendes Lavendel-Öl, wenn die Haut empfindlich ist und leicht rissig wird. In der Fußpflege werden auch entsprechende Salben und Emulsionen angeboten, um die kleinsten Verletzungen zu desinfizieren und zu lindern. Regelmäßig angewendet, verhindern solche „Schrundensalben“ größere Hautprobleme schon vorsorglich. Wenn Sie den richtigen Schuh tragen und gezielte Fußpflege nicht vernachlässigen, erhalten Sie nicht nur Ihre Arbeitskraft. Sie tun auch etwas für Ihr Wohlbefinden!

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